Melatonin – Das Hormon für den gesunden Schlaf

Melatonin Erfahrungen

Schlafstörungen sind ein Problem, das insbesondere bei Erwachsenen über die letzten Jahrzehnte drastisch zugenommen hat. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben nicht selten mit unserer Lebensweise und Stress zu tun. Unser Körper hält für den richtigen Tag-Nacht-Rhythmus und ausreichend Schlaf das Hormon Melatonin bereit. Es wird in der Zirbeldrüse produziert und bestimmt unseren Schlaf entscheidend mit. Doch ein Mangel an Melatonin bringt unseren Schlafrhythmus durcheinander.

Solltest auch du unter Schlafmangel oder allgemein unter Schlafstörungen leiden, dann könnte eine Unterversorgung an Melatonin die Ursache sein. Als natürliches Nahrungsergänzungsmittel kannst du Melatonin in Deutschland rezeptfrei erhalten und bei richtiger Anwendung wieder zu einem gesunden Schlaf zurückfinden. Wie Melatonin wirkt, was du beachten musst und was Melatonin alles kann, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

Was ist Melatonin?

Melatonin ist ein Hormon, das der menschliche Körper in der sogenannten Zirbeldrüse im Gehirn sowie weiteren Organen, wie beispielsweise im Magen, produziert. Dieses Hormon ist wichtig für unseren Schlaf und reguliert den Rhythmus zwischen Wachphase und Schlafphase. Produziert der Körper Melatonin nicht in ausreichendem Maße, kann somit zugeführtes Melatonin – beispielsweise in Form von Tabletten – ebenfalls für den richtigen Rhythmus zwischen Schlafen und Wachsein sorgen. Dafür ist natürlich die richtige Dosierung notwendig und ein Verständnis, wie Melatonin im Körper wirkt.

Die Produktion von Melatonin in der Zirbeldrüse wird durch Dunkelheit angeregt und durch Licht unterdrückt – daher ist die städtische Lichtverschmutzung auch ein möglicher Faktor bei Schlafstörungen durch Melatoninmangel. Durch den Wechsel von Melatoninproduktion und -abbau wird der Biorhythmus des Körpers bestimmt. Zwingst du deinen Körper zu einer Abweichung von diesem Wechsel, kannst du somit auch die Produktion von Melatonin in deinem Körper nachhaltig stören.

Wie wird Melatonin im Körper gebildet und wie wirkt es im Körper?

Die biochemische Reaktion im Körper hat seinen Ausgangspunkt bei den Lichtsensoren, den Nerven, im Auge. Je nachdem, ob Licht oder kein Licht auf die Netzhaut fällt, stoppt oder beginnt die Ausschüttung von Melatonin. Über die Nerven in der Netzhaut wird ein entsprechendes Signal an den Suprachiasmatischen Nucleus, ein Bereich des Hypothalamus im Gehirn, gesendet. Dieser aktiviert die Zirbeldrüse. Dort wird Serotonin, ein Neurotransmitter, umgewandelt in Melatonin und dieses dann in den Blutkreislauf abgegeben.

Damit der Grundbaustein Serotonin vorhanden ist, muss der Körper aus der Nahrung bestimmte Aminosäuren gewinnen (vor allem Tryptophan). Das ausgeschüttete Melatonin im Körper sorgt dann nach und nach dafür, dass du dich schläfrig fühlst. Bist du in einem normalen Biorhythmus, beginnt die Melatonin-Produktion in der Zirbeldrüse um etwa 21 Uhr. Während des Schlafs ist die Konzentration an Melatonin deutlich höher, zwischen zwei und vier Uhr meist am höchsten. Ab etwa neun Uhr am folgenden Morgen nimmt die Melatonin-Konzentration deutlich ab und bleibt dann den Tag über sehr gering. Die Melatonin-Produktion ist zudem altersabhängig – bei kleinen Kindern ist die Produktion höher und im Alter nimmt diese ab. Daher schlafen Kinder mehr und ältere Menschen weniger.

Wie viel Melatonin zum Schlafen erforderlich ist, ist somit von Faktoren wie Alter, Lebenssituation, allgemeiner Gesundheitszustand und weiteren Faktoren abhängig. Melatonin wirkt dabei mit anderen Stoffen im Körper zusammen. Beispielsweise ist für den Biorhythmus Cortisol ebenso wichtig wie Melatonin. Cortisol wirkt dabei einmal spiegelverkehrt zu Melatonin – ist der Melatoninspiegel im Blut hoch, ist der Cortisolspiegel niedrig und umgekehrt. Steigendes Cortisol und zurückgehendes Melatonin sorgen dafür, dass du morgens aufwachst. Weiterhin besteht eine Wechselwirkung zwischen Melatonin und den Rezeptorenproteinen MT1 und MT2. MT1 ist für den Tiefschlaf verantwortlich und MT2 für den Zeitraum vor der Traumphase. Zudem bestehen auch Auswirkungen auf das Immunsystem und anderen Bereichen des Körpers.

Warum ist Melatonin in ausreichender Menge so wichtig?

Ein ausreichender gesunder Schlaf ist für eine gute Gesundheit enorm wichtig. Allein deshalb ist eine ausreichende Melatonin-Versorgung deines Körpers ein wichtiger Baustein für deine Gesundheit. Melatonin als Bestandteil eines funktionierenden Biorhythmus ist somit ursächlich für die Erholung, Verarbeitung und Heilungsprozesse, die im Schlaf stattfinden. Aber es ist auch wichtig für die Wachphase, in der nur mit ausreichend Schlaf der Körper auch gut funktionieren kann. Das Ansteigen und wieder Absenken des Melatonins im Blut ist dafür essenziell.

Ein guter Biorhythmus, also die innere Uhr oder auch zirkadianer Rhythmus genannt, ist aber noch für andere wichtige körperliche Funktionen zuständig. Beispielsweise wird so die Körpertemperatur kontrolliert und die Hormonproduktion ist im Gleichgewicht. Auch hierauf hat Melatonin somit einen Einfluss. Melatonin selbst hat aber noch weitere Eigenschaften, die noch nicht alle abschließend erforscht sind. Bekannt ist, dass Melatonin ein starkes Antioxidans ist und sogenannte Freie Radikale einfängt. Diese sind in größeren Mengen für verschiedene Erkrankungen und auch fürs Altern verantwortlich.

Melatonin hilft beim Schlafen

Zudem wirkt Melatonin auch entzündungshemmend und stärkt die körpereigene Heilfunktion. Insbesondere für das Gehirn, den Darm und für die weibliche Fruchtbarkeit ist Melatonin wichtig. Melatonin spielt im letzten Fall eine Rolle bei der Freisetzung weiblicher Hormone und beeinflusst den Menstruationszyklus. Weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften sind ebenfalls bei Melatonin gegeben. So kann es bei der Behandlung hormonbedingter Krebsarten wie Brustkrebs und Prostatakrebs helfen. Weiterhin unterstützt Melatonin bei der Synthese wichtiger Moleküle im Körper. Zudem beeinflusst es auch die Augen positiv.

Gründe für einen Melatoninmangel

Anfangs wurden bereits einige Gründe für eine mangelnde Melatonin-Produktion im Körper genannt. Tatsächlich kann es viele Ursachen für einen Mangel an Melatonin im Körper geben. Dabei ist ein einmaliges oder kurzfristiges Schlafproblem unbedenklich – das erlebt sicherlich jeder mal. Gesundheitlich belastend wird eine Schlafstörung dann, wenn über einen längeren Zeitraum das Schlafproblem auftritt. Das kann dann auch die Melatonin-Produktion des Körpers lang anhaltend negativ beeinflussen.

Mangelndes Melatonin ist dabei in den meisten Fällen verantwortlich für die Schlafstörung. Der Mangel selbst kann beispielsweise auf anhaltenden Stress – psychischer oder körperlicher Art – zurückzuführen zu sein. Das beinhaltet die sprichwörtlichen Probleme, die du mit dir herumträgst und in deinen Kopf auch nachts herumgeistern, bis hin zum abendlichen Sport, der deinen Körper “unter Stress” setzt und mit Wachmachern flutet. Eine weitere Ursache für Melatonin-Mangel ist Nachtarbeit oder Schichtarbeit. Wenn du nachts arbeitest, kannst du meist schlecht tagsüber guten Schlaf finden. Dafür müsste sich der Biorhythmus einmal komplett umstellen, was dem Körper meist nicht gelingt.

Auch wer sich über den Tag vorwiegend im Dunkeln aufhält oder tagsüber vermehrt schläft, findet nachts oft keinen Schlaf aufgrund mangelhafter Melatonin-Produktion. Weiterhin können die Schlafstörungen auch einfach mit dem Alter zunehmen. Hintergrund ist die Reduktion der Melatonin-Produktion in der Zirbeldrüse, da die Transportwege im Gehirn, das heißt die Durchblutung, zunehmend verkalken. Es gelangt somit weniger Melatonin ins Blut, das ohnehin bereits weniger produziert wird. Etwa 40 Prozent der älteren Menschen klagen über deutlich Schlafstörungen.

Da Lichtquellen einen entscheidenden Einfluss auf die Unterdrückung der Melatonin-Produktion haben, sind nächtliche Lichtquellen schlecht für den Schlaf. Sei es die städtische Lichtverschmutzung, die durch die Fenster eindringt, oder Lichtquellen von elektrischen Geräten im Schlafzimmer. Selbst ein Stand-by-Licht kann da bereits stören. Weiterhin können auch bestimmte Erkrankungen und einige Medikamente das Melatonin senken. Betablocker, Cortison oder auch ASS hemmen die Melatonin-Ausschüttung. Morbus Addison, Autismus und auch eine Erblindung können für eine ungenügende Melatonin-Produktion verantwortlich sein.

Der Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein hemmt ebenfalls das Melatonin. Ein weiterer Grund für einen Mangel an Melatonin sind nicht ausreichend vorhandene Grundbausteine, um Melatonin herstellen zu können. Wenn der Körper nicht ausreichend Serotonin zur Verfügung hat, kann er auch nicht ausreichen Melatonin produzieren. Serotoninmangel selbst kann wiederum unterschiedliche Ursachen haben – von einer Erkrankung bis hin zu einer Mangelernährung.

Maßnahmen gegen den Melatonin-Mangel

Aus den im Abschnitt zuvor gelisteten Ursachen kannst du bereits ableiten, wie du deine innere Uhr wieder richtig einstellen kannst. Um deinen Melatoninspiegel wieder zu steigern, hast du einige einfache Möglichkeiten zur Verfügung. Allerdings ist vor allem die nächtliche Lichtverschmutzung ein echtes Problem bei der Bekämpfung der Schlaflosigkeit durch Melatonin-Mangel. Dennoch kannst du zunächst mit ein paar einfachen Tipps versuchen, deinen Schlaf wieder zu verbessern.

Daher ist der erste Tipp, dass du in deinem Schlafzimmer absolute Dunkelheit – soweit möglich – herstellst. An dem Ort deines Schlafs sollte es keine künstlichen Lichtquellen geben, keine elektronischen Geräte mit Stand-by-Leuchte und auch dein Handy oder Smartphone sollte kein Licht neben dir aussenden. Zudem sollte auch durch die Fenster möglichst kein Licht hereinfallen. Schwere Vorhänge oder Rollos sind fast schon Pflicht. Zwischen der Produktion von Melatonin und der höchsten Konzentration im Blut vergehen ein paar Stunden. Wenn die Melatonin-Produktion gegen 21 Uhr im Normalfall startet, solltest du zwischen dem Zubettgehen und dem Fernsehgucken oder der Nutzung deines PCs oder Laptops mindestens eine Stunde vergehen lassen. Hintergrund ist, dass diese Geräte blaues Licht aussenden, das besonders negativ auf deine Melatonin-Produktion wirkt.

Damit ist auch gleich der nächste Tipp eingeleitet, denn weiches, schwaches Licht aus dem orangefarbenen oder roten Bereich hemmt das Melatonin nicht so stark wie weißes und blaues Licht. In der Zeit vor dem Zubettgehen solltest, wenn überhaupt, solche Lichtquellen nutzen. Das gilt auch für nächtliche Lichtquellen, die du vielleicht nutzen willst oder musst. Entsprechende Birnen mit geringer Wattzahl sind leicht zu bekommen. Für deinen Biorhythmus ist der Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit wichtig. Umso deutlicher der Kontrast, desto einfacher fällt dir der Schlaf. Achte daher darauf, tagsüber ausreichend Licht “getankt” zu haben. Vor allem im Winter fällt es vielen schwer, natürliches Licht zu bekommen. Dennoch ist für den Schlaf vor allem der Kontrast zwischen hell und dunkel wichtig. Arbeite tagsüber nicht im Dunkeln und achte am Tag auf ausreichende Lichteinstrahlung.

Vor allem morgens nach dem Aufwachen solltest du direkt ins helle Sonnenlicht, wenn möglich. Neben dem Licht spielt auch die Temperatur für deinen Biorhythmus eine wichtige Rolle. Nachts ist es für gewöhnlich kälter als tagsüber, das weiß auch dein Körper. Eine zu hohe Schlafzimmertemperatur kann daher deine Melatonin-Produktion beeinträchtigen. Dein Schlafzimmer sollte nicht wärmer als 21 Grad Celsius sein, besser liegt die Temperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Bei Schlafstörungen kann auch ein heißes Bad helfen. Nimm vor dem Schlafengehen ein ausführliches Bad – gern zwischen 90 und 120 Minuten. Deine Körpertemperatur erhöht sich dadurch zunächst. Kommst aus dem Bad in die “kalte” Umgebung nimmt dein Körper den Unterschied als Signal zum Schlafen wahr.

Elektronische Geräte sollten noch aus einem anderen Grund aus deinem Schlafzimmer verband werden. Sie senden elektromagnetische Felder aus, die deine Melatonin-Produktion stören können. Wie weit elektromagnetische Felder die Funktionen im Gehirn stören, ist noch nicht bekannt, aber das sie eine negative Wirkung haben können, ist belegt. Nicht zuletzt kannst du einer Unterversorgung an Melatonin begegnen, indem du deinem Körper Melatonin von außen zuführst. Du hast hier verschiedene Mittel zur Verfügung, mit deren Hilfe du Melatonin zu dir nehmen kannst. Am besten du nimmst hierfür eine sublinguale Tablette ein, damit das Melatonin direkt in deinen Blutkreislauf gelangen kann. Muss sich die Tablette in deinem Organismus erst zersetzen, wird das Melatonin größtenteils von deiner Leber abgebaut, bevor es in den Blutkreislauf gelangen kann. Melatonin kannst du rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel erhalten.

Sale
Mein absoluter Favorit im Bereich Brain-Booster
26 Bewertungen
Mein absoluter Favorit im Bereich Brain-Booster

  • Für Höchstleistung im Studium/Beruf
  • Gezielte Unterstützung der mentalen Leistungsfähigkeit
  • Hochwertige Inhaltsstoffe wie L-Theanin, Ginseng & Zink
  • 90 Kapseln für eine 30 tägige Anwendung
  • Made in Germany

    Melatoninhaltige Lebensmittel

    Den eigenen Melatoninhaushalt kannst du auch mithilfe bestimmter Lebensmittel aufbessern. Vor allem in einigen pflanzlichen Lebensmitteln ist Melatonin enthalten. Pistazien und Cranberrys sind dabei besonders gute Melatonin-Quellen. Aber auch verschiedene Pilzsorten enthalten Melatonin, vor allem der Edel-Reizker sowie der Gemeine Steinpilz und Champignons. Diese Lebensmittel sollten dabei in getrockneter Form verzehrt werden. Einige Getreidearten wie beispielsweise Mais enthalten auch signifikante Mengen an Melatonin. Kuhmilch wird immer wieder als Melatonin-Quelle genannt, tatsächlich sind in Kuhmilch aber nur geringe Mengen an Melatonin enthalten.

    Mais enthält auch Melatonin

    Kann ich Melatonin einfach kaufen?

    Alternativ und in der Dosierung leichter steuerbar ist Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel. Hier stehen verschiedene Präparate zur Auswahl in den Dosierungen zwischen einem und fünf Milligramm. Sie gibt es in der Form von Kapseln, Tabletten, Tropfen und Lutschpastillen. Melatonin ist in der EU in dieser Variante zugelassen, wobei die Kennzeichnungen in Deutschland nicht eindeutig sind.

    In Österreich beispielsweise wird Melatonin eindeutig als Nahrungsergänzungsmittel gekennzeichnet und entsprechend vertrieben. In Deutschland rezeptfrei und legal ein solches Mittel zu erhalten, ist daher kein Problem. Beispielsweise wird Melatonin über Eurovital im Internet vertrieben. Hier erhältst du Melatonin als Tablette oder Kapsel in der Dosierung 3 mg oder in flüssiger Form als Tropfen zur sublingualen Einnahme. Du erhältst alternativ Melatonin auch in Drogerien wie beispielsweise dm. Dort wird es als Nahrungsergänzungsmittel zum Einschlafen verkauft.

    In vielen Fällen wird kein reines Melatonin angeboten, sondern ein Präparat mit mehreren Zutaten, in denen Melatonin die Hauptkomponente darstellt. Bei dm ist das beispielsweise der Fall. Achte also auf die Zutatenliste und Inhaltsangaben. Die übliche Darreichungsform ist die Lutschtablette oder in flüssiger Form zur sublingualen Anwendung. Diese ist besonders effizient in der Wirkung. Das Melatonin wird direkt in den Blutkreislauf abgegeben. Es gibt dabei Melatonin in unterschiedlichen Dosierungen, angefangen bei einem Milligramm (in einigen Fällen gibt es auch Tabletten mit 0,5 Milligramm). Die höchste Dosis ist fünf Milligramm, was auch der Empfehlung einer Tageshöchstdosis entspricht.

    Gibt es Nebenwirkungen bei Melatonin?

    Bislang sind gravierende Nebenwirkung auch nach längerer Einnahme nicht bekannt. Dennoch solltest du beachten, dass jeder Mensch anders auf die Zuführung von Melatonin reagiert. Das gilt nicht nur für eventuelle Nebenwirkungen, sondern vor allem für die richtige Dosierung für eine optimale Wirkung. So ist nicht bei jedem Menschen die Höchstdosis am wirkungsvollsten, sondern in vielen Fällen reicht eine geringere Dosierung aus.Ein Problem gilt es dennoch zu bedenken. Melatonin ist ein Hormon, das normalerweise vom Körper selbst produziert wird.

    Wird nun dieses Hormon von außen dem Körper zugeführt, kann es dazu kommen, dass der Körper die Produktion von Melatonin weiter zurückfährt – Melatonin ist schließlich vorhanden. Daher sind höhere Dosierungen aufgrund dieses Rückkopplungseffekts nicht angeraten. Studien haben selbst in sehr hohen Dosierungen keine gravierenden Nebenwirkungen bisher feststellen können. Bei hohen Dosierungen kann es dazu kommen, dass sich am folgenden Morgen leichter Schwindel, anhaltende Müdigkeit oder ein Gefühl der Unruhe einstellt. Das ist im Grunde keine Nebenwirkung, sondern Wirkung des Melatonins. Durch die hohe Dosierung geht der Melatoninspiegel am Folgemorgen nicht schnell oder weit genug wieder zurück, sodass es den Körper weiterhin anregt, Schlaf oder Ruhe zu suchen. Hohe Dosierungen sind für die Schlafqualität aber eher abträglich als förderlich.

    Einigen Menschen können empfindlich auf Melatonin reagieren, in der Folge sind leicht Nebenwirkungen zu beobachten. Diese können Kopfschmerzen, Schwindel, morgendliche Müdigkeit und lebhafte Träume sein. Reizbarkeit, kurzfristige depressive Gefühle oder auch eine verminderte Libido können in seltenen Fällen ebenfalls auftreten. Schwangere oder stillende Frauen sollten kein Melatonin nehmen. Es gibt Untersuchungen mit sehr hohen Dosen an Melatonin, bis hin zu sechs Gramm am Tag. Diese haben keine Probleme bei der Verträglichkeit oder deutliche Nebenwirkungen aufgezeigt. Wenn du dennoch nach der Einnahme das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, suche direkt einen Arzt auf.

    Was ist die richtige Dosierung für die Einnahme von Melatonin?

    Eine allgemeingültige Definition, ab wann eine Unterversorgung von Melatonin entsteht, gibt es nicht. Daher gibt es bisher auch keine genauen Dosierungsempfehlungen für die Anwendung von Melatonin als ergänzendes Mittel zur Einnahme. Du solltest dich daher am besten an die für dich richtige Dosierung heranprobieren, indem du zunächst mit einer geringeren Dosierung startest. Wenn nach mehrmaliger Einnahme keine Besserung bei deinem Schlafverhalten eintritt, erhöhst du die Dosis.

    Auch wenn keine Nebenwirkungen bei Überdosierungen bekannt sind, solltest du allerdings über die empfohlene Höchstdosierung von fünf Milligramm pro Tag nicht hinausgehen.Bisherige Forschungen zeigen auf, dass geringere Dosierungen oft zielführender sind als höhere Dosierungen. Bereits die geringe Menge von 0,1 Milligramm Melatonin am Tag kann bei einigen Menschen die Schlafstörung nachhaltig beseitigen. Eine Studie mit älteren Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, hat eine Wirksamkeit mit 0,3 Milligramm Melatonin täglich festgestellt.

    In hohen Dosierungen stellte sich hingegen deutlich weniger häufig ein Erfolg ein. Daher solltest du im geringer dosierten Bereich von 0,1 bis 3 Milligramm bleiben, um einen Erfolg erzielen zu können. Melatonin-Tabletten kannst du auch aus anderen Gründen als Schlafstörungen einnehmen. Ein Anwendungsgebiet ist beispielsweise der Jetlag. Um diesen schnell zu überwinden, kann die Einnahme von Melatonin helfen. Üblicherweise ist die Dosierung hierbei 0,5 Milligramm, wenn der Jetlag am Zielort angegangen wird. Soll bereits zuvor auf die Zeitumstellung vorbereitet werden, ist auch das möglich – dann werden meist höhere Dosierungen verwendet.

    Wann und wie lange sollte ich Melatonin einnehmen?

    Willst du Melatonin zur Bekämpfung deines Schlafproblems nutzen, nimmst du eine Tablette beziehungsweise deine Tagesdosis etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen ein. Gegebenenfalls musst du in den ersten Tagen zunächst deine optimale Dosierung finden. Die Einnahme erfolgt dann mindestens zwei Wochen bis zu drei Monaten. Viele nehmen nachts, wenn sie aufwachen, eine weitere Dosis ein – das solltest du vermeiden. Zudem solltest du Melatonin nur dann einnehmen, wenn du auch volle acht Stunden Schlaf finden kannst und nicht beispielsweise früh am nächsten Morgen raus musst oder andere Störungen deines Schlafs zu erwarten sind.

    Muss ich mir Melatonin verschreiben lassen?

    Da Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, brauchst du kein Rezept, um es zu erhalten. Tatsächlich gibt es Melatonin auch in Medikamentenform. In dem Fall verschreibt ein Arzt das entsprechende Medikament bei starken Schlafstörungen. Dieses Medikament – Circadin – wird nur an Personen ab 55 Jahren für einen begrenzten Anwendungszeitraum verschrieben.

    Wo kann ich Melatonin kaufen?

    Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel oder diätetisches Lebensmittel kannst du beispielsweise bequem im Internet bestellen. Achte hier auf seriöse Quellen. Shops innerhalb der EU sind daher zu bevorzugen. Gerade im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel sind Fälschungen oder Betrugsseiten leider ein Problem. Wenn du bei einem vertrauenswürdigen Shop eines der zugelassenen Melatoninmittel kaufst, erhältst du aber das, was du möchtest.

    Weitere Anwendungsgebiete und Vorteile von Melatonin

    Melatonin ist nicht nur für den Biorhythmus wichtig, sondern erfüllt noch eine Reihe weiterer positiver Aufgaben im Körper. Daher kann die Einnahme von Melatonin nicht nur gegen Schlafstörungen helfen, sondern ist auch für andere gesundheitliche Beschwerden, Erkrankungen oder zur Vorsorge interessant. In vielen Fällen konnten diverse Studien bereits die positiven Eigenschaften von Melatonin auf unsere Gesundheit aufzeigen. Nachfolgend sollen hierzu ein paar aufgeführt werden.

    Melatonin als Antioxidans

    Die antioxidative Eigenschaft von Melatonin wurde bereits weiter oben erwähnt. Diese positive Wirkung auf das Immunsystem ist tatsächlich auf zwei Ebenen nachweisbar. Zum einen werden durch Melatonin die Zellen angeregt, bestimmte Enzyme (beispielsweise Glutathionperoxidase) zu produzieren. Diese vermehren Antioxidantien wie Glutathion im Körper. Dadurch werden schädliche Stoffe in den Zellen, Mitochondrien und im Blutkreislauf gebunden und abtransportiert.

    Melatonin selbst besitzt diese bindende Eigenschaft zu bestimmten Schadstoffen im Körper auch, daher ist es selbst ebenfalls ein Antioxidans. Es schützt so Gewebe und die inneren Organe vor diesen schädlichen Stoffen. Das gilt insbesondere für den Darm, die Eierstöcke, die Hoden, im Gehirn, das Knochenmark und auch die Augen. Neben der bindenden Eigenschaft an bestimmte Schadstoffe blockiert es zudem das Enzym Stickoxidsynthase. Dieses Enzym ist unter anderem Für Entzündungen im Körper verantwortlich.

    Der Schutz der Mitochondrien durch Melatonin ist dabei besonders entscheidend. Mitochondrien sind sowas wie die Energielieferanten der Zellkerne. Schad- und Giftstoffe, die Mitochondrien angreifen, zerstören auch die Zelle. Das ist insbesondere für die Teile des Körpers ein Problem, die viele dieser Energielieferanten benötigen, wie beispielsweise das Herz und das Nervensystem. Melatonin hindert dabei nicht nur die im Stoffwechselprozess entstehenden Schadstoffe an einer Schädigung, sondern auch toxische Stoffe, die von außen in den Körper gelangen. Beispiele sind Rotenon, MPTP, 3-PNA (ein Giftstoff eines Pilzes) sowie sogar Zyanid.

    Melatonin bei Jetlag

    Der Jetlag ist im Grunde auch nichts anderes als eine kurzfristige Schlafstörung. Der eigene Biorhythmus geht nicht mehr mit dem Tag-Nacht-Rhythmus des Aufenthaltsorts synchron, was den eigenen Körper verwirrt. Wenig überraschend kann in diesen Fällen Melatonin bei der Anpassung auf den neuen Rhythmus helfen. Viele Mittel werben explizit mit dieser Eigenschaft und es gibt Produkte, die genau dieses Anwendungsgebiet ausgeben.

    Viele Studien haben übereinstimmend die besondere Wirksamkeit von Melatonin bei der Behandlung von Jetlags festgestellt. Für sonst gesunde und normale Schläfer ist der Jetlag mithilfe von Melatonin in sehr kurzer Zeit überwunden. Dafür ist dann auch nur eine kurzfristige Einnahme in geringer Dosierung notwendig. Die Anwendung erfolgt zeitnah vor dem Schlafengehen am Zielort (zwischen 22 und 24 Uhr) in einer Dosierung von 0,5 bis fünf Milligramm.

    Melatonin gegen psychische Störungen und Erkrankungen

    Als unterstützende Maßnahme kann Melatonin auch bei bestimmten psychischen Erkrankungen oder Störungen hilfreich sein. Zum einen sind Schlafstörungen ein typisches Symptom bei psychischem Stress, Depressionen, Angststörungen und auch anderen Stimmungsstörungen bis hin zur bipolaren Störung. Durch die Bekämpfung der Schlafstörung durch Melatonin wird die Behandlung der psychischen Störung deutlich unterstützt.

    Zudem beeinflusst Melatonin den sogenannten MT2-Rezeptor, der die Schlafphase vor dem Träumen steuert. Psychopharmaka steuern diesen Rezeptor an, um eine beruhigende Wirkung beim Patienten auszulösen. Melatonin kann diesen Effekt mit höherer Wahrscheinlichkeit auslösen und so mehr Wirksamkeit erzielen. Eine indirekte Behandlungsvariante ist die Lichttherapie – hier wird kein Melatonin verabreicht, sondern durch die Lichttherapie die körpereigene Produktion angeregt, die so wiederum Teil der Behandlung gegen Depressionen sein kann.

    Melatonin zum Schutz des Magens

    Die entzündungshemmende Wirkung von Melatonin schützt den Magen vor Magengeschwüren und unterstützt in der Behandlung vorhandener Magengeschwüre. Das gilt in erstere Linie für Magengeschwüre, die durch die Einnahme von Aspirin oder durch das Bakterium Helicobacter Pylori verursacht werden. Die gestiegene Heilungsrate von durch Helocobacter Pylori verursachte Magengeschwüre durch die gleichzeitige Einnahme von Melatonin bei der Behandlung ist gut belegt. Wird Aspirin mit Melatonin eingenommen, sinkt die Nebenwirkung eines Magengeschwürs durch Aspirin.

    Hintergrund ist die hohe Konzentration an Melatonin im Magengewebe. Der Magen produziert wie auch die Zirbeldrüse Melatonin, allerdings nicht nachts, sondern in höchster Konzentration mittags. Zudem scheint es einen anderen Zweck zu erfüllen. Da das Magengewebe hohe Mengen an Melatonin aufzunehmen bereit ist, kann zugeführtes Melatonin hier seine heilende Wirkung entfalten. So unterstützt es bei der Behandlung gegen Magengeschwüre und fördert die Durchblutung des Magens.

    Darüber hinaus kann Melatonin im Magen und im Darm auch vor anderen Erkrankungen und vor Giftstoffen schützen. Die Darmbarriere wird verstärkt, die Oxidantien nehmen im Verdauungstrakt ab. Melatonin erhöht zudem die Effizienz bestimmter Magen- und Darmmedikamente. Es kann auch gegen Magenschmerzen und das Reizdarmsyndrom sowie Colitis helfen.

    Eine weitere unterstützende Anwendungsart für Melatonin in diesem Zusammenhang ist die bei Säurereflux (Gatroösophogeale Refluxkrankheit), bei der Magensäure nach oben in die Speiseröhre gelangt. Aufstoßen, Sodbrennen, Übelkeit und Brustschmerzen sind die Folge. Durch die Anwendung mit Melatonin kann der Ösophagus-Druck gesenkt werden, das Aufsteigen in die Speiseröhre ist somit unwahrscheinlicher. Allerdings sind spezielle Medikamente gegen Säurereflux wie Omeprazol effizienter. Melatonin erhöht in diesem Fall auch nicht weiter die Effizienz, sondern senkt diese eher.

    Melatonin zum Schutz des Herz-Kreislauf-Systems

    Der Schutz der Mitochondrien durch Melatonin ist für ein gesundes Herz-Kreislauf-System ebenfalls wichtig. Nicht nur die Organe wie das Herz und das Gehirn werden geschützt, sondern Melatonin kann bei kardiovaskulären Problemen positiv einwirken. Das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls wird so verringert. Auch bei einem tatsächlichen Schlaganfall hilft Melatonin, Cytochrom C und entzündliche Zytokinen zu blockieren und verhindert so weiteres Zellsterben. Die Wirksamkeit wird noch untersucht.

    Weiterhin besteht eine Verbindung zwischen Melatonin und Blutdruck. Der Blutdruck folgt ebenfalls dem Biorhythmus, steigt morgens an und fällt nachts ab. Für den Blutdruck spielen die Rezeptoren MT1 und MT2 eine Rolle, da diese die Blutgefäße erweitern und so der Blutdruck gesenkt wird. Melatonin spricht genau diese beiden Rezeptoren an und aktiviert sie. Somit kann Melatonin den Blutdruck senken.

    Eine weitere Wirkung wird ebenfalls untersucht. Cholesterin ist ein freies Protein, das durch Melatonin gebunden werden kann. Somit kann Melatonin womöglich dafür eingesetzt werden, zu hohe Cholesterinwerte zu senken. Wie bei Freien Radikalen wird das Cholesterin am Melatonin gebunden und abtransportiert.

    Melatonin zum Schutz des Immunsystems

    Melatonin geht verschiedene Wechselwirkungen mit dem Immunsystem ein. Als Entzündungshemmer unterstützt es das Immunsystem bei der Bekämpfung von Entzündungen im Körper, darüber hinaus ist Melatonin bei der Steuerung des Immunsystems beteiligt. Wissenschaftlich ist Melatonin als Immunpuffer bezeichnet worden. Es stimuliert das Immunsystem bei Erkrankungen, bei denen das Immunsystem reduziert reagiert, und dämpft Überreaktionen des Immunsystems. Dadurch leistet es einen Beitrag für eine gesunde Immunfunktion.

    Melatonin zum Schutz des Gehirns

    Melatonin schützt nicht nur die Zellen im Gehirn, es stärkt auch die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Damit werden kognitive Dysfunktionen und psychische Erkrankungen unwahrscheinlicher. Es könnte daher auch geeignet sein, bestimmte Gehirn- und neurologische Erkrankungen zu behandeln. Es hilft zudem bei der Regeneration der Nervenzellen im Gehirn, da Melatonin das Wachstum eines wichtigen Proteins zum Zellaufbau anregt.

    Melatonin zum Schutz der Augen

    Melatonin wird unter anderem in der Netzhaut produziert. Wie bereits erwähnt, hat der Lichteinfall oder der Mangel daran einen unmittelbaren Einfluss auf die Produktion von Melatonin. Dabei gilt auch in den Augen, dass bei weniger Lichteinfall mehr Melatonin produziert wird. Ist die Produktion gestört, kann das für die Augen negative Folgen haben. Für das Farbsehen sind die aktivierten MT-Rezeptoren beispielsweise wichtig. Auch bei der Entwicklung der Sehkraft spielen diese Rezeptoren eine wichtige Rolle. Melatonin ist somit ein wertvoller Stoff für das gesunde Sehen.

    Wie in anderen Körperregionen auch schützt Melatonin zudem die Nervenzellen im Auge. Bei einer Entzündung des Sehnervs oder einer Erkrankung wie Opticusneuritis schützt Melatonin die Sehnervenzellen. Per Melatonin-Tropfen können die Augen somit zusätzlich geschützt werden und gehen bestimmte Augenerkrankungen helfen. Weiterhin hilft Melatonin bei der Druckregulierung im Auge und beugt Glaukomen vor. Medizinische Tests sind hier noch nicht abgeschlossen.

    Melatonin zum Schutz der Fruchtbarkeit

    Die positiven Eigenschaften des Melatonin auf den Schutz von Zellen wirkt sich auch auf die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen aus. Bei Männern werden die Spermien besser geschützt – die Bewegungsrate und die Qualität der Spermien wird durch Melatonin erhöht. Durch das Einfangen Freier Radikaler wird bei der Frau dafür gesorgt, dass die Eizelle voll ausreifen kann. Erste Studien zeigen auf, dass die Befruchtungsrate durch die Verabreichung von Melatonin deutlich gestiegen ist. Eine abschließende Beurteilung steht aber noch aus.

    Melatonin kann womöglich auch die altersbedingte Unfruchtbarkeit hinauszögern, da Menge und Qualität der Eizellen erhöht werden. Allerdings bewirkten in bisherigen Tests höhere Dosierungen von Melatonin auch Schädigungen. Wie weit die Ergebnisse auf den Menschen anwendbar sind, bleibt abzuwarten.

    Melatonin in der Menopause

    Eine Studie hat aufgezeigt, dass typische Begleiterscheinungen der Menopause durch Melatonin verringert werden. Dazu zählen Schlafprobleme und Depressionen. Möglicherweise unterstützt Melatonin auch die Hormonumstellung im weiblichen Körper so, dass stärkere Ungleichgewichte nicht mehr auftreten.

    Melatonin und die Wirkung auf die glatte Muskulatur

    Die glatte Muskulatur beinhaltet Muskeln, die selbst nicht kontrolliert werden können, sondern durch biochemische Prozesse angesprochen werden. Melatonin entspannt diese Muskelgruppen, die durch muskelentspannende Mittel sonst nicht angesprochen werden. Solche Muskeln sind beispielsweise im Verdauungstrakt anzutreffen. Melatonin entspannt diese Muskeln und kann so beispielsweise eine gereizte Verdauung lindern.

    Melatonin bei der Behandlung von Schmerzen

    Einige Studien weisen darauf hin, dass Melatonin zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden könnte. Bei Patienten, die unter Fibromyalgie litten, wurde Melatonin allein und in Verbindung mit einem Antidepressivum verabreicht. Ein Symptom dieser Erkrankung sind anhaltende Schmerzen in den Muskeln und im Bindegewebe. In beiden Verabreichungsformen trat eine Schmerzlinderung auf. Auch bei anderen chronischen Schmerzerkrankungen, wie beispielsweise Migräne, könnte Melatonin einen therapeutischen Beitrag leisten.

    Melatonin bei der Behandlung von Tinnitus

    Beim Tinnitus haben Betroffene permanent ein Geräusch auf dem Ohr, das nicht aus der Umwelt erzeugt wird. Erste Tests deuten darauf hin, dass Melatonin zur Behandlung des Tinnitus eingesetzt werden kann. Tatsächlich war Melatonin erheblich wirkungsvoller als andere Medikamente. Vor allem bei älteren Patienten scheint Melatonin eine erfolgsversprechende Behandlungsmethode zu sein. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Melatoninspiegel und der Funktion der Ohren.

    Melatonin bei der Behandlung von Parkinson und Alzheimer

    Melatonin kann nicht für die Behandlung von Parkinson und Alzheimer direkt eingesetzt werden, aber zur Linderung bestimmte Symptome und Begleiterscheinungen. Bei Parkinson ist ein typisches Symptom Schlafstörungen – hier kann die Zugabe von Melatonin helfen. Bei beiden Krankheiten werden zudem Nervenzellen angegriffen. Melatonin schützt diese Zellen und kann das Absterben von Zellen mindestens hinauszögern. Auch hat sich erwiesen, dass der psychische Stress von Alzheimerpatienten durch Melatonin gesenkt werden kann.

    Melatonin bei der Behandlung von Diabetes

    Der Insulinspiegel folgt ebenfalls einem Biorhythmus und ist je nach Tageszeit unterschiedlich. Melatonin hat hierauf einen Einfluss. Ist der Melatoninspiegel gestört, wird dadurch auch der Insulinspiegel beeinträchtigt. Damit kann ein gestörter Melatoninspiegel Typ-2-Diabetes verursachen. Somit kann ein Ausgleich auch den Insulinspiegel wieder in die Balance zurückführen. Darüber hinaus verbessert Melatonin Folgeerscheinungen der Diabetes, da es Zellfunktionen verbessert und entzündungshemmend wirkt.

    Melatonin bei der Behandlung von Krebs

    ]Es bestehen umfangreiche Untersuchungen, um Zusammenhänge zwischen Melatonin und Krebserkrankungen zu zeigen beziehungsweise neue Behandlungsmethoden zu erforschen. Zum einen könnte ein Zusammenhang zwischen mangelnder Melatonin-Produktion und dem Auftreten von Krebserkrankungen geben. Wird beispielsweise durch die moderne Lebensweise mit umfassender Lichtverschmutzung die Melatonin-Produktion gesenkt, wird auch der körpereigene Schutz vor bestimmten Schadstoffen reduziert. In der Folge können Krebszellen schneller entstehen und sich ausbreiten.

    Somit könnte umgekehrt Melatonin für eine Behandlung gegen Krebs wichtig sein. Erste Ergebnisse in dieser Richtung scheinen vielversprechend. Insbesondere bei der Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs scheint Melatonin erfolgsversprechend zu sein. Zudem hat sich gezeigt, dass Krebspatienten die Chemotherapie mit zusätzlicher Einnahme von Melatonin besser vertragen.

    Melatonin scheint auch hier über seine Fähigkeit, bestimmte Stoffe einzufangen und zu binden, Krebserkrankungen eindämmen zu können. Zudem schützt es gesunde Zellen vor Krebsbefall und dem Absterben. In Kombination mit einigen Krebsmedikamenten scheint Melatonin die Effizienz dieser Medikamente zu erhöhen. Die medizinischen Forschungen hierzu sind aber noch nicht abgeschlossen.

    Melatonin als Anti-Aging-Mittel?

    Mit zunehmendem Alter sinkt die Melatonin-Produktion. Dadurch sind im Körper mehr Freie Radikale vorhanden, die Zellschädigungen vornehmen. Als Nebeneffekt beschleunigt das Alterserscheinungen. Damit sind nicht nur erhöhte Gefahren von bestimmten Erkrankungen gemeint, sondern auch äußere Alterserscheinungen. In der Haut wird selbst auch Melatonin in geringen Mengen produziert, um gegen Schadstoffe vorzugehen. Wird somit Melatonin zugeführt, kann die Haut zusätzlich geschützt werden und Hautschäden regenerieren besser. In dem Sinne ist Melatonin potenziell ein Anti-Aging-Mittel. Über die orale Einnahme gelangt zugeführtes Melatonin aber nicht bis in die Haut – das Potenzial muss somit näher erforscht werden.

    Dürfen Kinder Melatonin zu sich nehmen?

    Bei Kindern ist die Produktion von Melatonin an sich meist höher und nur sehr selten ein Problem. Ist das ausnahmsweise nicht der Fall, kann zugegebenes Melatonin durchaus für Kinder geeignet sein. Hierzu gibt es bereits einige Studien, in denen der Nutzen von Melatonin insbesondere in Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen aufgezeigt werden konnte. Bei Kindern mit ADHS, Erkrankungen im Autismus-Spektrum, Entwicklungsstörungen oder mit neurologischen Problemen erwies sich Melatonin als hilfreich. Auch bei erkrankten Neugeborenen hat sich Melatonin als wirkungsvoll gezeigt.

    Nebenwirkungen sind dabei nicht zu befürchten. Morgendliche Müdigkeit kann vereinzelt auftreten. Selbst in höheren Dosierungen traten bei den Studien keine Probleme auf. Die Dosierung für Kinder darf dabei in einem ähnlichen Bereich liegen wie für Erwachsene. Auch bei Kindern hat sich gezeigt, dass geringe Dosierungen – teils unter 0,1 Milligramm – effektiver gewirkt haben als höhere Dosierungen.

    Grundsätzlich sollte vor der Verabreichung aber immer ein Arzt konsultiert werden. Melatonin kann als Hormon womöglich in die hormonelle Umstellung während der Pubertät eingreifen und zu hohe Dosierungen könnten die Wahrscheinlichkeit von Krampfanfällen erhöhen. Eine ärztliche Absprache sollte immer getroffen werden.

    Fazit

    Melatonin ist ein wichtiges Hormon mit vielen Aufgaben im menschlichen Körper. Es ist unter anderen verantwortlich für einen gesunden Biorhythmus. Ist dieser aus dem Takt kann eine zusätzliche Einnahme von Melatonin wieder für ein Richtigstellen der inneren Uhr sorgen. Melatonin ist dabei rezeptfrei als diätisches Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Beispielsweise kannst du Melatonin bequem im Internet völlig legal bestellen. Achte dabei auf einen seriösen, in der EU ansässigen Anbieter. Die richtige Anwendung ist dabei ausgesprochen einfach.

    Melatonin kann aber voraussichtlich noch deutlich mehr und ist nicht nur ein Mittel gegen Schlafstörungen. Als wichtiger Bestandteil deines Immunsystems und der Bekämpfung von Schadstoffen kann es dir als gesundheitsvorsorgliches Präparat auch zu deinem allgemeinen Wohl beitragen. Der Nutzen von Melatonin wurde noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht, die vielen ersten Ergebnisse deuten aber auf eine umfangreiche Nützlichkeit dieses vielseitigen Hormons hin.

    Dein Interesse wurde geweckt – du möchtest deine Leistung optimieren? Unser Favorit wird dich überzeugen: